Häufig genügen nichtige Anlässe,Gedanken,Gerüche oder Berührungen,um in eine Art Panik “im Leerlauf”zu verfallen. Die Zeit dehnt sich,die Welt wird unwirklich,der Körper ist kaum mehr zu spüren. Teilweise helfen Schnittwunden,diesen Zustand zu überwinden,auch Brandwunden oder Verletzungen anderer Art. Bisweilen gelingt es Ihnen,durch extreme körperliche Anstrengung eine kurze Phase der Entspannung zu erreichen,manchmal erscheint der Suizid als einzige Möglichkeit,dieser Hölle zu entfliehen.”Es ist wie in der Astrologie,wenn einem diese Phänomene bekannt vorkommen,dann könnte es sein,dass es sich bei dem Störungsbild um das Leiden handelt,das im psychiatrisch-/ psychotherapeutischen Fachjargon als “Borderline-Störung”bezeichnet wird.
In erster Linie sind es die Betroffenen selbst aber auch deren Angehörige,die häufig auch erheblich unter den zwischenmenschlichen Auswirkungen dieses Störungsbildes leiden.
Im Gegensatz zu Astrologie ist es wichtig zu wissen,dass Borderline-Störungen nicht selten sind,in der Gesamtbevölkerung dürfte etwa 0,5-1% unter dieser Störung leiden (auch wenn viele Betroffenen fürchten,dass sie mit ihrem Leiden ein Einzelfall sind).
Es kann davon ausgegangen werden,dass 10-15% aller ambulant und fast 20% aller stationär in psychotherapeutischen oder psychiatrischen Einrichtungen behandelten Patienten die Kriterien einer Borderline-Störung erfüllen.
Es gibt also weit mehr Betroffene als gemeinhin angenommen wird. Dennoch sind nicht nur die Betroffenen,sondern häufig auch Ärzte und Therapeuten über dieses Störungsbild nur unzureichend informiert.